"Der tut nix" - Gedanken zum Vertrauen Mensch und Hund

Kennt Ihr unseren Gunnar? - Er ist "ein tut nix", sage ich jeden falls als Rudelchefin Alia.
Bei den Menschen sagt man, er steht in "jedem Fettnäpfchen" oder er ist ein "Tunixgut". Was soll´s, den "TUT NIX" gibt es in unserer Hundewelt sehr oft. Denn der Mensch behauptet, mein Hund "tut nix". Versteht er aber unsere Hundesprache? Wir Hunde erzählen uns viel deutlicher mit unserem Körper, unserer Mimik, unserem Blick, den Verhalten und lesen bei unseren Menschen die Verhaltensweisen an der Bewegung, den Klang der Stimme oder der Gestik ab. Viele Menschen können diese feinen Unterschiede nicht erkennen. Sie kommen auf uns zugestürzt und zeigt die Zähne, die Menschen sagen dazu freundliches Entgegenkommen. Für uns Hunde ist das jedoch ein Angriff. Ein unerfahrener Hund im Umgang mit den Menschen tritt hier schon mal ins "Fettnäpfchen" mit seinen Knurren und Verbellen. Der Mensch schaut ihn in die Augen, sagt zum Hund "ich tu doch nix" , aber auch das ist in der Hundesprache ein Angriff auf uns Hunde Ein erfahrener Hund beherrscht deshalb zwei Sprachen- einmal "Hundisch" und zum anderen "Menschisch". Ja, so ist das mit den " Der tut nix". Es gibt von dieser Sorte große, kleine, schnelle und langsame aber gemeinsam haben sie alle, sie sind nicht an der Leine. Dann "tun wir auch nix". Herrchen oder Frauchen verursachen in unsere Hundewelt die großen Aufregungen. Wir stehen doch oft dem Verhalten anderer Hunde sehr tolerant  gegenüber.  Wir beschnuppern gern mal andere Hunde und sagen "hundisch  guten Tag". Doch Herrchen oder Frauchen rufen dem entgegenkommenden Spaziergänger gleich zu" Keine Angst, der tut nix". In der Regel stimmt diese auch, jedoch Ausnahmen bestätigen die Regel.  Unerfahrene Junghunde  beherrschen das "Menschisch" noch nicht richtig und schon ist es passiert , der Junghund landet im "menschlichem Fettnapf" - so ein böser Hund. O weh , gleich gibt es "Leinenzwang und mancher Mensch verlangt sogar, das man den ganzen Spaziergang mit Maulschlinge oder dem so genannten "Haldie" laufen muss.  Besonders nervös werden Herrchen und Frauchen, wenn sich zwei "Der tut nix" begegnen. Dann werden die beiden "Der tut nix" sofort an die Leine genommen, damit sie sich gegenseitig nichts tun. Kleine "Der tut nix" werden dann schleunigst auf dem Arm genommen, was einen Hundegruß nicht ermöglichen soll. Der große "Der tut nix" versucht dann doch noch zum Kleinen "Guten Tag " zu sagen, was aber auch wieder im "menschlichen Fettnäpfchen" endet.  Immer mehr Leute wollen den "Der tut nix" an den Kragen. Im wahrsten Sinne des Wortes, die "Der tut nix" soll nämlich - außer im heimischen Körbchen, überall Leine tragen.
Denkt mal über meine Gedanken zu den " Der tut nix" nach. Sollte der Mensch nicht auch die zweite Sprache "Hundisch" lernen um uns Hunde besser zu verstehen. Ein gesundes Nebeneinander von Hund auch mit einem "Tut nix" und Mensch - das wäre doch erstrebenswert.

Nun werde ich unseren "Tut nix " und Raufbold Gunnar trösten. Er geht jetzt erfolgreich in die Hundeschule, um das "Menschisch" zu erlernen. Unser Frauchen übt fleißig mit viel Geduld und unser Lümmel gibt sich viel Mühe das 1X1 der Menschen zu begreifen.


Das waren Meine Gedanken - Eure Alia !!