Gesundheitstipp im Frühjahr - die Babesiose oder Hundemalaria!
 

Die Vogelgrippe bereitet derzeitig vielen Tierliebhabern große Sorgen. Die Hundebesitzer wissen dagegen nicht, dass ihre Lieblinge im Frühjahr  besonders von einer Krankheit bedroht sind, die sich gegenwärtig in Deutschland immer weiter ausbreitet. Sie wird Babesiose oder Hundemalaria genannt. Schlimmstenfalls endet diese Erkrankung tödlich, deshalb sollte jeder Hundebesitzer sein Liebling vor diesen Babesien schützen.

Wie entsteht diese Erkrankung?

Übertragen wird sie von einer winzigen Zecke, die Auenwaldzecke. Sie ist vor allem im Frühjahr aber auch im Herbst aktiv. Bis vor wenigen Jahren war die Auenwaldzecke in Mitteldeutschland noch nicht heimisch. Gefahr vor diesen drohte den Hunden nur, wenn ihre Hundehalter mit ihren Lieblingen im Sommerurlaub in die südlichen Länder ans Mittelmeer fuhren. Der Parasit hat sich nun mittlerweile beginnen im Saarland, später am Oberrhein und nun bereits  gibt es die Auenwaldzecke in vielen Gebieten von Deutschland. Die Auenwaldzecke hat sich an die Klimabedingungen von Deutschland gewöhnt und stell so eine echte Krankheitsgefahr für unsere Hunde dar, vor der wir sie schützen müssen. Es sind Fälle aufgetreten, wo der Hund  mit Ausbruch der Krankheit nach 24 bis 48  Stunden verstarb.
Die Auenwaldzecke überträgt mit ihrem Stich einzelne Parasiten die Babesien auf den Hund. Diese wandern in seinem Blut und zerstören die roten Blutkörperchen. Weil das bei der menschlichen Malaria ähnlich passiert, wird diese Erkrankung beim Hund die "Hundemalaria" genannt.  Dabei ist es eigentlich nicht direkt eine Malaria, weil diese von Mücken und beim Hund  von der Auenwaldzecke übertragen wird. Nur der Verlauf ist analog.
Besonders tückisch ist die Babesiose deshalb, weil ihre Symptome nur schwer zu erkennen sind. Je schneller die Babesiose erkannt wird, desto größer ist die Chance, dass dem Tier geholfen werden kann.
Vom Beginn des Frühjahrs bis Ende Oktober sollte der Hundehalter Vorsorge treffen - mit den so genannten Spot- Ons, die beim Tierarzt zu bekommen sind. Diese sind flüssige Präparate, welch dem Hund auf die Haut im Hundefell im Genick und an dem Rutenansatz geträufelt wird. Von dort aus verteilt es sich über das gesamte Fell durch die Bewegung des Vierbeiners.

In der Regel werden die Präparate von unterschiedlichen Herstellern angeboten, ihr Tierarzt wird sie dazu beraten. Der Vorteil dieser Spot - On´s ist ein zweifacher Schutz: erstens haben sie einen "Repellent" - Effekt. das bedeutet die Zecke saug sich gar nicht erst fest, zweites gelingt es dem Parasiten trotzdem in den Hund zukommen, so wird er durch das Präparat abgetötet.
Alle vier bis bis fünf Wochen muss diese Behandlung wiederholt werden. Ein angenehmer Nebeneffekt ist noch zu verzeichnen, die Vorsorgebehandlung wehrt ebenso andere Plagegeister wie Flöhe Holzbock oder Stechmücken ab.
Sorge um ihre eigene Gesundheit brauchen sich die Hundehalter wegen den Babesien nicht zu machen, sie sind auf den Menschen nicht übertragbar.

Wie zeigt sich die Krankheit:
Die Tiere sind zuerst matt und atmen schneller als üblich, haben aber keinen Husten. Dann kommen Fieber und häufiges Erbrechen dazu. Ein weiteres Symptom sind blasse, leicht gelb gefärbte Schleimhäute - als Folge der Zerstörung der roten Blutkörperchen. Schließlich ist im Urin eine Rötung zu erkennen - dann ist die Krankheit bereits weit fortgeschritten. Jeder Tag, der gewartet wird, ist ein Tag zu viel.

Alia bittet Euch, helft uns rechtzeitig!!!