Ratschläge - der Hundemutti - zu
" Wie werden meine Welpen Stubenrein "

 

Unsere Ayla vom Jagdschloss hat am 07.01.2006 sechs Welpen geboren. In den ersten 3 Wochen kümmert sich die Hundemutti fürsorglich um ihre Hundekinder. Sie werden geputzt, geleckt und die Wurfkiste wird sauber gehalten. Somit erzieht sie bereits in den ersten Wochen die Hundekinder zur Sauberkeit, insbesondere zur Reinhaltung ihres Lagers - in der Wurfkiste.
Mit 3 Wochen beginnen die Kleinen aus der Wurfkiste zu krabbeln.  Auch hier geht die Hundemutter noch hinterher und putzt die Hinterlassenschaften weg. Das Lager und die Umgebung wird sauber gehalten. Diese Sauberhaltung wird somit von der Mutterhündin auf ihren Nachwuchs geprägt. Für die Erreichung der "Stubenreinheit" unserer Welpen, ist diese Prägung durch die Mutterhündin aus zu nutzen.
Zu dieser Zeit ist es  die Aufgabe des Züchters den Prozess der Sauberhaltung bei den Welpen weiter zu unterstützen. Er wird saugende Materialien auslegen. Den Welpen begreiflich machen, dass die Umgebung der Wurfkiste auch zum "Hundelager" gehört und sauber zu halten ist.

Am schnellsten lernt der Welpe sein gesamtes Umfeld als "sein Hundelager" zu begreifen und somit sauber zu halten, wenn der Züchter  bzw. der spätere Halter, dem Welpen nach und nach den weiteren Raum  als "Hundelager" eröffnet.
Der verantwortungsvolle Züchter setzt in der Aufzucht  des Welpen bis zur Übergabe an den neuen Besitzer weitere Voraussetzungen zur "Stubenreinheit". Es erfolgen aufklärende Worte des Züchters bei der Übergabe des Welpen an den neuen Besitzer zur Erreichung der "Stubenreinheit".

Was sollte nun der Halter beachten, um die Erziehungsaufgaben des Züchters auf diesem Gebiet fort zu führen?
Am schnellsten lernt der Hund, sein gesamtes Umfeld, also sein neues zu Hause, als sein Hundelager zu begreifen, wenn in den ersten Tagen die meisten Türen verschlossen bleiben und somit der Neuling Zimmer für Zimmer als "Hundelager - sein Revier" erschließt. Hat er gelernt, jedes Zimmer des neuen zu Hauses als sein Revier zu betrachten, dann wird er dieses auch sauber halten.
Um Notsituationen  gar nicht erst zu provozieren, muss der Halter den Hund grundsätzlich zu bestimmten Zeiten zum Lösen nach draußen bringen. Das gilt insbesondere nach dem Beenden des Schlafes und nach dem Füttern. Dazwischen empfehlen sich Gassigänge im Abstand von etwa 4 Stunden sowie vor der Nachtruhe und nach dem morgendlichen Aufstehen.
Auch wenn der Hund  unruhig wird, das Spiel unterbricht, beginnt unruhig hin und her zu laufen, sich beispielsweise im Kreise dreht - dann signalisiert er   "Ich muss mal" .Dann ist es unbedingt Zeit mit dem Hund schnell ins Freie zum Lösen zu gehen. Hat er sich im Freien erfolgreich gelöst, so ist dieser nachhaltig zu belobigen, auch kann zu Verstärkung des Lobes ein Leckerli verabreicht werden. Das Geschäft im Freien soll für den Welpen ein "großes Erfolgserlebnis" sein.

Das größere Problem sind anfangs die Nächte, denn schließlich kann Herrchen oder Frauchen im Schlaf nicht ständig den Kleinen beobachten.
Deshalb soll man vor dem Schlafengehen nochmals mit dem Hund Gassi gehen. Des Weiteren sollte dafür gesorgt werden, dass der Hund sein Lager, nicht ohne das er sich bemerkbar machen muss, verlassen kann. Das kann man erreichen, indem für das Nachtlager des Welpen ein großen Karton mit hohen Wänden , der mit Decke und Kissen ausgebettet ist, zurecht stellt. Dieser sollte in der Nähe des Schlafplatzes von Herrchen oder Frauchen sein. Wenn der Welpe in der Nacht "Raus muss", so wird er versuchen nach oben zu krabbeln, es entstehen Geräusche, auch Fiepen ist möglich. Dann sollte man schnell eine Jacke überwerfen und den Kleinen auf den Arm  zum Lösen nach draußen tragen. Es gibt nichts Schlimmeres für den kleinen Welpen, als wenn auf sein Bedürfnis nicht reagiert wird. Zu dem besteht die Gefahr, dass sich der Kleine auch tagsüber beim dringendem Bedürfnis nicht mehr meldet, weil er sich eingeprägt hat, das ihm das nichts bringt.

Sollte sich der Welpe trotz aller Fürsorge einmal in der Wohnung lösen, ohne das man es bemerkt hat (das ist für den Hund Vergangenheit), so darf er keinesfalls bestraft werden. (Sauber machen und desinfizieren, Geruch beseitigen). Nur wenn man den Hund unmittelbar beim Geschäft erwischt, dann schimpfen und sofort mit ihm ins Freie zum Lösen gehen. Hat er sich im Freien gelöst - so tiefgründig das Hundchen loben. Es muss sich beim Hund einprägen, mein Herrchen  und Frauchen ist gut zu mir, wenn ich im Freien meine Geschäfte erledige.

Auf keinen Fall darf das Wasser für den Vierbeiner mit dem Ansinnen reduziert werden, 
dass er sich dann weniger oft erleichtern würde.
Das Gröbste zur Erreichung der "Stubenreinheit" ist nach einer Woche überstanden. In der zweiten Woche kann es hin und wieder Rückfälle geben. Danach sollt der Kleine begriffen haben, sein Revier ist sauber zu halten. Wenn "man mal Muss", macht man sich bei Herrchen oder Frauchen bemerkbar. Diese gehen mit mir nach draußen zum  Geschäftchen, womit man nur Lob bekommt.

Herrchen oder Frauchen sollten außerdem in den ersten Wochen für seinen kleinen Hund eine Notlösung (z.B. Zeitung neben der Ausgangstür legen), wenn sie selbst unachtsam sind und das Bedürfnis des Kleinen nicht erkennen, vorsehen. Das Hundchen hat dann noch einen sauberen Ausweg für seinen dringenden Druck.
Das waren die Ratschläge zur "Stubenreinheit" von den Hunderudel vom Jagdschloss!!!!